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Prélude op.28 Nr.6 in h-moll

Das sechste Prélude in h-moll ist klagend und pessimistisch. George Sand sagt: "Es stürzt die Seele in tiefe Despression." Es wird am häufigsten gespielt, am ausdruckslosesten, und teilt diesen zweifelhaften Ruhm mit dem Prélude Nr.15 in Des-Dur. Die Zurückhaltung und die reine Kontur des Werkes sind klassisch. Der Echoeffekt wird geschickt gehandhabt und Eintönigkeit kunstvoll vermieden.

Die schmerzliche Stimmung in dem Stück kann man jedoch auch mit einem geschichtlichen Ereignis in Verbindung setzten: Es symbolisiert den Aufstieg und Untergang von Napoleon Bonaparte.

Klindworth lässt die Doppelgruppe der Achtelnoten verwischen. Kullak will denselben Effekt durch andere Mittel erreichen. Die Zweiheit der Stimmen sollte klar zum Ausdruck kommen. Das Tempo, das in beiden Ausgaben mit "Lento assai" bezeichnet ist, muss schnell dahinfliegen. Klindworth gibt für das Metronom 66 auf die Viertelnote an.

Manche Autoren halten dieses Stück für das eigentliche "Regentropfenprélude", doch ist eine Diskussion über die Berechtigung einer solchen Zuordnung völlig unsinnig, weil Beinamen dieser Art banausisch und nicht authentisch und chopinfremd sind. Chopin selber hat sich bei seinem zweiten Londonbesuch über Beinamen seiner Stücke lustig gemacht: "Spielen Sie für mich Ihren zweiten Seufzer ... Ich liebe Ihre Glocken sehr."

pfeil Noten als PDF (SheetMusicArchive.net)

Quellenangaben

  • Chopin, der Mensch, der Künstler", James Huneke
  • "Brief über Chopin", Ulrich Erckenbrecht

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